Findbuch (120.53.01 Düren, Jesuiten)

Findbuch (120.53.01 Düren, Jesuiten)


120.53.01 Düren, Jesuiten

Signatur : 120.53.01

Name : Düren, Jesuiten

Beschreibung :
Einleitung
Bei dem vorliegenden Repertorium handelt es sich um die von Bernhard Grabisch leicht überarbeitete Verzeichnung des Bestandes Düren, Jesuitenkovent, die Waldemar Harless einschließlich der Register im Jahr 1880 anfertigte.
Verweise aus Oediger, Bestandsübersicht Bd. 4 Lit.: Kunstdenkm. IX 1, 1910, S. 102; B. Duhr: Gesch. der Jesuiten in den Ländern deutscher Zunge, 2, I, 1913, S. 112ff. und II S. 771; 3, 1921, S. 40ff; Gesch. des Gymnasiums zu Düren, 1926, S. 71ff.; dort auch über die Quellen; ; K. Hoffsümmer, Die Besitzer des Jesuitenhofes in Düren, in: Heimatbll. der Dürener Zeitung 1929, S. 138; H. Bovelette: Die Laienbrüder der Dürener Jesuiten, in: Dürener Geschichtblätter H. 12, 1957, S. 199f.; A. Lennarz: Das Diensthandbuch des Dürener Jesuiten Rektors von 1768, in: ZAGV 57, 1936, S. 62ff.; Josef Geuenich: Der Erbforsthof oder Cortenbachshof in Düren, in: Dürener Geschichtsblätter 63, 1974, S. 41ff.; Josef Geuenich: Zur Geschichte des Jesuitenhofes in Düren, in: Dürener Geschichtsblätter 63, 1974, S. 101ff. Friedrich Milz: Die Jesuiten in Düren. Nach den Annalen 1628- 1972, hrsg. v. Eifelverein, o. O. u. J. Hinweise auf andere Archive:
[Im Stadtarchiv Düren 12 Urkunden 1628- 1722 (AHVN 64, 1897, S. 323ff); August Schoop: Beiträge zur Schul- und Kirchengeschichte Dürens, in: ZAGV 26, 1904, S. 278ff. und besonders S. 314ff. Anhang. I. Regesten der Urkunden über die Besitzungen der Dürener Jesuitenniederlassung; zu den dort genannten Urkunden siehe auch Urkundenbuch der Stadt Düren. Bd. 2: Schöffenurkunden von 12611550, Düren 1978 (Beiträge zur Geschichte des Dürener Landes, Bd. 14) Nr. 104, 109, 111, 114, 118, 122, 126, 136, 140, 142, 166, 174,
179, 236, 258, 265, 267, 278, 281, 285, 292, 294f., 300f., 313 und
344. Hs. 16 Litterae annuae 1628- 1772 (die von 1635- 38, 1736 bei H. J. Werners Fortsetzung der Materialien- Sammlung zur Gesch. Dürens
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von Bonn, Rumpel und Fischbach 1, 1886, S. 728ff. ); Programmhefte für dramatische Aufführungen (A. Lennarz: Das Diensthandbuch des Dürener Jesuiten Rektors von 1768, in: ZAGV 57, 1936, S. 71) Prozessakten, darunter zahlreiche gegen die Stadt Düren seit 1654; Prozeß um das Patronatsrecht in Morschenbroich und Drove von 1577 an; Prozesse gegen einzelne Personen seit 1653, darunter ein Prozeß gegen die Besitzer des sogenannten Johann (AHVN 64, 358). Zur Ergänzung siehe Oediger Bd. 1 S. 148 (Exjesuitenakten der Jül.– Berg. Hofkammer). [Die Akten des Kath. Pfarrarchivs St. Anna in Düren (Tille 2, S. 228) sind 1944 vernichtet worden]; vgl. auch Lennarz (ZAGV 57, 1936, S. 63ff.)
Im Diözesanarchiv Aachen einige Bände aus der Bibliothek. Im Stadtarchiv Köln, Jes. Nr. 670 Historia collegii Marcodurani 16961699; 671 Akten 17./18. Jahrhundert (Mitt. aus dem Stadtarchiv zu Köln 33, S. 168); Litterae annuae 1680- 1772 (Lennarz 71). Im Archiv der Oberdeutschen Provinz der Jesuiten zu München I 34 Einkünfteverzeichnis der Pfarrkirche St. Anna.
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1409 September 8



Beschreibung : Vor Werner von Merode (vamme Rode), Ritter, zur Zeit Richter und den Schöffen zu Düren, Hermann Hoesch, Wilhelm Hecht, Johann Kelner, Gerhard van Solre, Wilhelm Doetgin, Wilhelm van Merzenich, überträgt Meister Heinrich Rether , Advokat beim geistlichen Gericht zu Kön, dem Mitschöffen Winand Payll seine Mühle, in dem Altwick (Altwych ) hinter dem Erbe von Lemkins Kindern gelegen, mit Garten, Weiden und 10 Morgen Benden, unter Vereinbarung einer Leibrente von 24 Rheinischen Gulden, zur Häfte auf St. Johann Geburtsfest und zum Weihnachtsfest fällig.Datum anno domini millesimo quadringentesimo nono in die nativitatis beate Mariae virginis gloriose.
Literatur : Druck: Urkundenbuch der Stadt Düren. Bd. 2: Schöffenurkunden von 1261- 1550, Düren 1978 (Beiträge zur Geschichte des Dürener Landes, Bd. 14) S. 79f Nr. 109.


1530 Juni 13



Beschreibung : Vor Johann Meyradt ( Meyrodt ) von Reifferscheid, Richter und den Schöffen von Düren, Johann van Birgel, Wilhem Hoe ( mi ) dach, Werner van Wedendorf, Arnet Kempe, Heinrich van Marcken, Johann van Distelrode, Johann Pontz , verleiht Simon Steuffmehl ( Stoffmell) , Rektor des St. Hubert- Altars in der Pfarrkirche zu Düren, mit Zustimmung des Bürgermeisters daselbst den Eheleuten Werner im Munchhof und Frau Elisabeth ( Lisabeth ) sieben Morgen Ackerland, hinter der alten Melatenkirche gelegen, für einen Erbzins von drei Malter Roggen in Erbpacht.Gegeven im jaer duysent vunfhondert und dryssich, den druytziendendachs im Braemand, genannt Junius.


1536 Mai 1



Beschreibung : Simon Steuffmehl ( Stoffmeel ), Vikar an der Pfarrkirche St. Anna zu Düren, fundiert eine ewige Stiftung von einem Malter Roggen Dürener Maß, wofür Brote gebacken und sonntags an 60 Hausarme nach der Messe verteilt werden sollen.Gegeven im jair duisent vunffhondert und seeßunddrissich uff Sent Philippi und Jacobi, der Apsoteln dach.
Literatur : Druck: Bonn, M. M./ Rumpel, D./ Fischbach, P. J.: Sammlung von Materialien zur Geschichte Dürens und seiner nächsten Umgegend, Düren 1835, S. 421ff.


1544 April 8



Beschreibung : Vor Wilhelm Broich, Richter, und genannten Schöffen zu Merzenich verschreiben die Eheleute Peter van Geirbelsroit und Frau Hilla dem Johann Buschoff, Prior des Konvents zu Schwarzenbroich und Mitkonventualen, Johann Men, Johann Sombern, Johann Custos , eine Erbrente von fünfeinhalb Malter Roggen aus 11 Morgen Ackerland im Girbelsrather Felde.Gegeven imme Jaire doesent vunffhundert veirundvirzeich den aichten daich Aprilis.


1553 Juli 6



Beschreibung : Herzog Wilhelm von Jülich- Kleve- Berg verschreibt den Eheleuten Bernhard Meyradt von Reifferscheid und Katharina Wolffen ( Wolff ) gegen ein Darlehen von 2000 Goldgulden eine Rente von jährlich 100 Goldgulden, aus der Kellnerei von Nideggen zu zahlen, vorbehaltlich der Wiederlöse.Gegeven zu Cleef in den jaren duysent vunnffhondert und dreyundvunffzich uf den sesten dach des monatz Juniii.


1553 August 26



Beschreibung : Herzog Wilhelm von Jülich- Kleve- Berg erteilt den Eheleuten Bernhard Meyradt von Reifferscheid und Katharina Wolffen ( Wolff ) eine besondere Zusicherung betreffs der Zustellung der Obligationsurkunde über die jährliche Rente von 100 Gulden.Gegeven zu Caster am XXVI dage Augusti anno duisent funnffhondert funffzig drei.


1558 April 18



Beschreibung : Vor Reinhard von Vlatten, Amtmann, und benannten Schöffen zu Düren verkaufen die Eheleute Jakob Schusselbret und Frau Anna dem Claes Poltersdorf , Rentmeister des Amtes Nörvenich, und Frau Sophia eine Erbrente von fünf Viertel Roggen aus der Vohlenmühle , in dem Altwick gelegen, jährlich am Feste St. Remigius zu liefern.
Material : Papierkopie des Notars Petrus Abt.


1572 Juni 1



Beschreibung : Vor Johann Nolden, Vogt des Amtes Nörvenich, und benannten Schöffen des Gerichtes Merzenich quittiert Wilhelm Hogh von Girbelsrath (rat ), Vicecurat zu Soller, über den Empfang von 100 Goldgulden, die er von Heribert Koull, Brudermeister der Bruderschaft zum hl. Sakrament zu Buir, erhalten hat, um damit eine Rentverschreibung seiner verstorbenen Eltern zu Girbelsrath zugunsten des Konvents zu Schwarzenbroich abzulösen. Wilhelm Hogh ist verpflichtet, jährlich zum 1. Juni eine Erbrente von 5 Goldgulden an die besagte Bruderschaft zu Buir zu zahlen und stellt dafür bestimmte ererbte Ländereien im Raum Merzenich zum Unterpfand.Mit Unterschrift des Gerichtsschreibers Matheiß Goltschmitt . Gegeven im jair Tausent vunffhondert zweiund siebentzich den ersten Tag des Monats Juniii.


1585 Februar 4



Beschreibung : Herzog Wilhelm von Jülich- Kleve- Berg präsentiert dem Dompropst zu Köln als Archidiakon für die durch Tod des letzten Pfarrers Werner Fabri frei gewordene Pfarrstelle zu Merzenich den Presbyter Petrus Fabri von Derichsweiler als geeigneten Nachfolger.Datae ex arce nostra Hambochiana anno domini millesimo quingentesimo octuagesimo quinto die quarta mensis Februarii.


1593 Oktober 6



Beschreibung : Vor Hermann von Rittersbach, Vogt des Amtes Nörvenich, und den benannten Schöffen zu Golzheim gestatten die Geschwister Wilhelm und Katharina von Merode, Kinder des Junkers Werner von Merode zu Buir und seiner verstorbenen Frau Eva von Heyenhoven ihrem genannten Vater den Versatzkauf einer Erbrente von 7 Malter Roggen aus dem Hofe Junkers Johann Hersell zu Golzheim für die Hauptsumme von 250 Talern, die besagter Junker von Merode von Tilmann Etlin (?), Bürger zu Düren, aufgenommen hat.Geschehen im jair thausendt funffhondert drey und neuntzich ahm sechsten Octobris.


1594 September 10



Beschreibung : Frambach Bock ( Buck ) von Lichtenberg ( Lichtenborch ), Koadjutor der Ballei Altenbiesen, sowie die Eheleute Caspar von Cortenbach ( Curtenbach ) und Veronika Bock von Lichtenberg verkaufen, um die Forderungen der ungeduldigen Gläubiger, unter anderen Johann Lautenbach und Segern zum Pütz sowie Johann Esterich , Bürger zu Düren, zu befriedigen, an die Eheleute Bernhard Meyradt von Reifferscheid und Katharina von Hocherbach 38 Morgen Artland, zwischen Distelrath ( Distelradt ) und Meisheim ( Meßheim ) in Binsfelder Hoheit gelegen, für 1433 Reichstaler.Mit den Unterschriften und Oblatensiegeln der Verkäufer. Gegeven 1594 ahm Sambstag den zehenden Septembris.


1594 September 22



Beschreibung : Vor Johann Joisten , fürstlichem Wehrmeister und den Erbförstern des Wildbanns Lendersdorf vollführen die genannten Verkäufer der vorigen Urkunde (Frambach Bock von Lichtenberg, Caspar von Cortenbach und Veronika Bock von Lichtenberg) den Verkauf der besagten 38 Morgen an die Eheleute Bernhard Meyradt von Reifferscheid und Katharina von Hocherbach , da diese Ländereien von dem adligen Bockshof ( Buchshof ) vor Düren als Erbforstgut herrühren und demnach vor den Erbförstern zu vererben sind.


1598 Juni 12



Beschreibung : Vor dem Schultheiß Melchior Imhoff und den Schöffen zu Düren verkaufen Werner von der Mahr gen. Losheim und seine Brüder Franz und Robert als Söhne des Franz von der Mahr, jülichschem Rat, den Eheleuten Jakob Kirchrath ( Kirchradt ) und Alheid Rueben , ihre Erbgerechtigkeiten der sog. Kreutgesmühle , vor der Oberpforte gelegen, nebst einer Erbrente von vier Malter Roggen aus dem Gut Pützerbe zu Distelrath für die Summe von 315 Talern. Gegeben im Jahr 1598 ahm zwölften Junii.
Material : Papierkopie des Notars Petrus Abt.


1602 Februar 26



Beschreibung : Die Eheleute Wilhelm Olmissen ( Olmessen ) gen. Mülstroe ( Müstroh ) und Margarete Mangelmann verkaufen dem Konrad Proff, Vogt zu Kaster, für ein Darlehen von tausend Talern eine jährliche Rente von 62 ½ Talern kölnisch unter Versicherung der 25 Malter Erbpacht, die aus dem Iserhof zu Sinsteden ihnen zukommen.Gescheit zu Sinderstorf ahm sechs und zwanzigsten tagh Februarii Anno 1602.


1603 April 7



Beschreibung : Die Eheleute Wilhelm von Wolffen ( Wulffen ) zu Roisdorf ( Roestorff ) und Clara von Anstel bevollmächtigen Daem Jacobs von Güsten, ihren jetzigen Pächter, dem Bernhard von Reifferscheid die Ländereien zu Rödingen, die für die Summe von 460 Talern verkauft worden sind, erblich zu übertragen.Geben ahm siebenden Aprilis Anno sechzehenhondert und drei.
Literatur : Lit.: Ernst von Oidtman und seine genealogisch- heraldische Sammlung in der Universitäts-Bibliothek zu Köln, Bd. 17, Köln 1999, S. 69.


1604 Dezember 10



Beschreibung : Vor Johann Joeßen , Vogt des Amtes Nörvenich, und den Schöffen des Gerichts Golzheim; Johann Siegers, Bernhard Hoeg , Henrich Boller , Henrich Harzig , Johann Beusch , Edmund Rey , Adam Großmann , überträgt Junker Wilhelm von Merode zu Buir dem Bernhard Meyrath von Reifferscheid für 260 Königstaler und 70 Goldgulden eine Erbrente von 7 Malter Roggen aus dem Herseler Hof zu Golzheim, der dem Tilmann Ettelen, Bürger zu Düren, pfandweise verschrieben war. Geschehen Ihm Jahr 1604 ahm zehenden tag des Monats Dezembris.


1610 März 16



Beschreibung : Notariatsinstrument über die testamentarischen Verfügungen der Frau Johanna Wirths , Ehefrau von Jakob Wilckens , Bürgerin zu Düren (?), worin Legate für ihren Sohn Pawel Krantz und Tochter Guttgen bestimmt werden. Erwähnt wird auch ein verstorbener Schwiegersohn Emundt Wanlohe . Aufgenommen in der Behausung der Erblasserin, zur Kneinhecken genannt, gelegen am kleinen Steinweg, im Beisein der Zeugen Michael Fouß (?), Peter Klein, Dietrich Kleingarn , Peter Murer , Johann Ullichs und Franz Glasmecher , Bürger der Stadt Düren. Instrument des Notars Wilhelm Hochkirchen (Hoichkirchen) zu Düren.


1615 Juli 9



Beschreibung : Eheberedung zwischen Peter Verhorst , Bürger und Kaufhändler zu Köln, Witwer der Johanna Engels , mit sechs minderjährigen Kindern, und Caspar Overkamp , Bürger und Kaufhändler zu Düren, namens seiner ehelichen Tochter Agnes Overkamp . Der Brautvater verspricht, seiner Tochter tausend Taler kölnischer Währung als Mitgift mitzugeben.Mit den Unterschriften von Wilhelm Verhorst, Kaufhändler, und Johann Düssel, Prokurator zu Köln, an Seiten der Braut Johann zum Pütz, Lizentiat, und Franz Brassart , Ratsverwandter zu Köln und Seger Merzenich ( Mertzenich ), Bürger zu Düren.


1624 November 30



Beschreibung : Eberhard Meyradt von Reifferscheid verzichtet gegenüber seinen Eltern, Bernhard Meyradt von Reifferscheid und Anna von Streithagen auf sein ihm zukommendes Erbteil, da er in den Orden der Socitas Jesu eintreten will, gegen Zusicherung einer Abfindung von 1000 Reichstalern, die an das Jesuitenkolleg zu Aachen zu zahlen sind. Falls die Eltern und seine Schwester Adriana Maria von Meyradt ohne Leibeserben versterben sollten, wird eine weitere Schenkung von 1000 Talern zugesichert. Als Nachschrift ein Revers des Jesuitenkollegs Aachen über die Auszahlung der Abfindungszahlung vom 10. Jan. 1625. Unterschrift des Rektors Goswin Nickel sowie Oblatensiegel des Jesuitenkollegs Aachen.


1626 Mai 16



Beschreibung : Feldordnung der Stadt Düren, worin die Gerechtsame der Viehhude (Rindvieh, Schafe usw.) zwischen den Orten Düren und Distelrath durch einzeln beschriebene Abgrenzungen festgestellt wird. Zugleich werden die Dienstpflichten der Honnen, Feldschützen und Viehhirten einzeln beschrieben.Mit Unterschrift von Wilhelm Deutgen.
Material : Papierabschrift
Literatur : Druck: Bonn, M. M./ Rumpel, D./ Fischbach, P. J.: Sammlung von Materialien zur Geschichte Dürens und seiner nächsten Umgegend, Düren 1835, S. 115f.


1628 November 6



Beschreibung : Herzog Wolfgang Wilhelm von Pfalz- Neuburg bestimmt, daß dem Jesuitenkolleg in Düren außer den Schulgefällen an ihrer Schule das Legat des verstorbenen Adam Nörvenich ( Noervenich ) eingeräumt werden soll. Hinzu kommen eine Summe, die dem in hergebrachter Weise zu zahlenden Bürgergeld entspricht, und aus je 5 Taler aus dem Weinkauf sollen zwei eingeräumt werden. Ferner überträgt er ihnen sein Haus in Düren, die Pastorei, mit der Befugnis, auf dem zugehörigen Platze zu bauen. Sollte er das Besitztum wieder einziehen, so wird ihnen für die errichteten Gebäude bis zu 1000 Taler Entschädigung gewährt. Außerdem läßt er ihnen (12 Personen) aus geistlichen und anderen Benefiziatgütern ab der Zeit, da sie in die Schule eintreten werden, zukommen: 1 Fuder Wein, 15 Malter Roggen, 15 Malter Gerste, zwei Herrenwagen Brandkohlen vom Eschweiler Kohlberg, aus den Büschen freien Brand und Holz und 100 Monatsgulden, welche er aus seiner Rentmeisterei bezahlen lassen will; die Zurückziehung der gesamten Dotation vorbehalten.Under ihrer Durchlaucht Handzeichen und beigetruckten Sekretsiegel am 6. Novembris 1628.
Material : Papier
Literatur : Druck: August Schoop: Beiträge zur Schul- und Krchengeschichte Dürens, in: ZAGV 26, 1904, S. 324ff.Lit.: Hansen, Joseph: Stadtarchiv Düren, in: AHVN 64, 1897, S. 323 Nr. 232.


1629 März 12



Beschreibung : Herzog Wolfgang Wilhelm von Pfalz- Neuburg verleiht kraft seines Patronatsrechts nach dem Tode des Pastors Martin Meyer zu Düren die Administration der dortigen Pfarrstelle dem Jesuitenkolleg zu Düren, um ihre Betätigung bei der Unterweisung der Jugend und Verbreitung des katholischen Glaubens zu fördern auf gutbefinden des Dr. Johannes Gelenius, Dechant und Kanoniker des Domstiftes und von St. Aposteln zu Köln, Vikar in spiritualibus des Kurfürsten daselbst. Geben zu Düsseldorf den 12. Martii 1629.
Material : Beschr.: Papierabschrift, collationiert mit dem Original Wilhelm Proff.
Literatur : Druck: August Schoop: Beiträge zur Schul- und Krchengeschichte Dürens, in: ZAGV 26, 1904, S. 324ff.


1629 April 23



Beschreibung : Johann Gelenius, Generalvikar des Erzbischofs Ferdinand von Köln und Dechant des Domkapitels, ratifiziert die Übertragung der Pfarrstelle zu Düren seitens des Herzogs Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg an den Jesuitenkonvent zu Düren und gebietet, die Jesuiten im Genuss ihrer Einkünfte nicht zu beeinträchtigen.Mit aufgedrücktem Oblatensiegel des Gerhard Dietrich Heymenberg , Bürgermeister zu Düren.Datum Coloniae 23. Aprilis Anno 1629.
Material : Beschr.: Papierabschrift


1631 Januar 21



Beschreibung : Vor den Schöffen des Haupt- und Stadtgerichts Düren verkauft Johann Schriba , Bürger zu Düren, den Eheleuten Johann von Sunthumb und Sophia Mulmans eine Scheune mit dahinter liegender Gartenparzelle, in der Pletzergasse neben den Grundstücken des Boen van Zülpich und Johann Schors Erben gelegen, worauf ein jährlicher Grundzins von drei Viertel Roggen an die St. Anna- Kirche haftet, für eine Summe von fünfhundert gemeine Taler und zwei Rosenobeln Verzichtpfennig. Actum Deuren den 21. Januarii Anno 1631.


1633 Oktober 19



Beschreibung : Die Gebrüder Nikolaus und Sigismund Lehm, welche in den Jesuitenorden eingetreten sind, verzichten zugunsten ihrer Mutter, Witwe des ehemaligen Bürgermeisters Nikolaus Lehm, Maria, verheiratete Voets ( Voetz ), und der Kinder des Dr. jur. Anton Lehm auf das bei Tod ihrer Mutter anfallende Erbteil, gegen eine Abstandszahlung von 4000 Reichstalern in bar, worüber das Kollegium quitttieren wird. Mit den Unterschriften von Agnes von Inden, Witwe Lehm, Bernhard Imhoven , Schöffe zu Düren, und Dr. Peter von Bergh .
Material : Beschr.: Papier


1634 Oktober 3



Beschreibung : Die Eheleute Bernhard Meyradt von Reifferscheid und Anna von Streithagen, welche nach dem Ableben ihrer Tochter Adriana Maria von Meyradt ihren Sohn Everhard Meyradt, Mitglied des Jesuitenkollegs in sein Erbrecht restituiert und demselben ihre ganze Verlassenschaft behufs Dotierung des zu Düren errichteten Jesuitenkollegs zugewiesen haben, überweisen aus dem Erlös ihrer an den Pfalzgrafen verkauften Erbgüter, nämlich Haus und Hof vor der Oberpforte zu Düren und einem Gut zu Rödingen, 6000 Reichstaler, wogegen alles übrige dem gedachten Kollegium zufallen soll. So geschehen Düren ahm 3. Octobris 1634.


1634 Oktober 5



Beschreibung : Der Lizentiat Franz Voets ( Voetz ), pfalz- neuburgischer Rat, nimmt im Namen des Fürsten Wolfgang Wilhelm von Jülich- Berg die von dem Ehepaar Meyradt von Reifferscheid angekauften Güter und Rentengefälle in Besitz, wobei die Ländereien mit Anliegern genau spezifiziert werden.Geschehen auf dem Haus Wedenau im Beisein der Zeugen Theodor Richter und Johann Hadernach.Notariatsinstrument von Stephan Leisten, zu Düsseldorf approbierter Notar, mit Signet.


1635 April 12



Beschreibung : Heinrich Liblar, Abt der Benediktinerabtei Groß St. Martin zu Köln, überläßt der Frau Agnes Overkamp, Witwe des Kölner Bürgers Peter Verhorst, eine Grabstelle in besagter Abteikirche gegenüber der Kanzel, mit Nummer 24 gekennzeichnet, mit der Auflage, das Grab von Allerheiligen zur Vesperzeit bis zur Hochmesse auf Allerseelen beleuchten zu lassen.So geschehen und verhandelt ihm Jahr 1635 den 12. Tagh Monats Aprilis.


1636 März 26



Beschreibung : Vor den Schöffen zu Ahrweiler wird das Jesuitenkolleg zu Düren, nach Absterben des Junkers Bernhard von Meyradt von Reifferscheid und seiner Ehefrau, rechtlich in den Besitz des Junkers eingewiesen, nämlich der Hauptbehausung zu Ahrweiler in der Niederhoedt, zwischen Lambert Lohers und Jakob Lohers Erben gelegen, samt Ländereien, Gülten, Erbzinsen, Weingärten, die mit Anliegern genau spezifiziert werden.Abschrift des Gerichtsschreibers und Notars Balthasar Paussmann mit aufgedrücktem Schöffensiegel.
Material : Beschr.: Papierabschrift


1636 März 27



Beschreibung : Pater Johannes Kemp wird im Namen des Jesuitenkollegs zu Düren in den rechtlichen Besitz von verschiedenen Ländereien des verstorbenen Junkers Bernhard von Meyradt , nämlich 6 Parzellen Weingärten zu Dernau, gelegen in der Herrschaft Saffenberg, drei Parzellen Weingärten zu Böhlingen ( Boelingen ), Grafschaft Neuenahr, und anderen Ländereien im Kirchspiel Wadenheim eingewiesen. Abschrift des Notars Balthasar Paussmann (?) mit Signet.


1636 September 16



Beschreibung : Vor Melchior Voets ( Voetz ), Vogt des Amtes Nörvenich, und den dortigen Schöffen, Martin Seelradt , Johann Zilken , Jorris Kourt , Rutger Herrig, Wilhelm Müller, Peter Herpertz , Gerhard Virmenich , übergibt Ludwig Kratz, Pastor zu Kirberg , eine Vollmacht, ausgestellt von Ludwig von Lülsdorf, kurkölnischem Kämmerer und Drost des Amtes Linn, worin der besagte Drost den Pastor Kratz beauftragt, an Pater Wilhelm Hampteau zugunsten des Jesuitenkollegs die Hälfte des zu Kauweiler gelegenen Landes von 36 Morgen samt Erbpachten zu Hochkirchen ( Honkirchen ), Kelz und Bubenheim ( Bobbelheim ) zu übereignen.So geschehen den sechzehenden Septembris Anno 1636.


1637 April 13



Beschreibung : Vor dem Notar Kilian Trutwin und Peter Thomas Streit, Superior des Jesuitenkollegs Baden, überläßt Pater Gerhard Barenstein von Jülich, der anderntags die ewige Profeß abzulegen gedenkt, die Hälfte seines elterlichen Erbteils dem dortigen Jesuitenkolleg zum Eigentum, die andere Hälfte seinen Blutsverwandten im Jülicher Land. Falls diese nicht mehr am Leben seien, soll der Schultheiß von Jülich dieses halbe Erbteil zum Nutzen der Armen verwenden.Notariatsinstrument in Gegenwart der Zeugen Magister Othmar Hügelin, Jakob Stecher, Schulmeister, Philipp Jakob Hopfenstock, Stiftsverwalter, Johann Jakob Krieger, Kammer- Sekretarius.


1639 Juli 5



Beschreibung : Die Eheleute Franz Oepen und Katharina, wohnhaft zu Kelz, stellen den Eheleuten Heinrich Hamboch und Barbara Schaff eine Schuldurkunde über 25 Reichstaler aus und versprechen, das Darlehen in zwei Monaten unfehlbar wieder zu erlegen gegen eine Rekompens von einem Malter Gerste.Im Beisein der Zeugen, Hermann Zoppenfeld, Johann Wolfgang Stommel ( Stomel ) und Nelliß Kesselkaul, zu Düren im Haus zum Falken auf dem Viehmarkt.Eigenhändige Unterschrift des Franz Oepen zu Kelz.
Material : Beschr.: Papier


1639 Juli 30



Beschreibung : Joachim Hamman, Provinzial der oberrheinischen Provinz des Jesuitenordens, bevollmächtigt Pater Gerhard Mentges , Rektor des Jesuitenkollegs zu Düren, bei den Verwandten des Paters Gerhard Barenstein im Jülicher Land die Hälfte des Erbteils einzufordern und über den Empfang zu quittieren.Eigenhändige Unterschrift mit aufgedrücktem Oblatensiegel. Datum Moguntiae 30 Julii Anno 1639.


1640 März 22



Beschreibung : Vor dem fürstlichen Hofgericht zu Düsseldorf vergleicht sich Junker Melchior Cortenbach ( Curtenbach ) mit dem Jesuitenkolleg Düren als Erbnachfolger Junkers Bernhard von Meyradt wegen einer streitigen Grenzwand zwischen den beiderseitigen Grundstücken und eines jährlichen Malter Hafers, das der Junker von Cortenbach beansprucht. Den Jesuiten wird dadurch gestattet, eine Tür in der Grenzmauer einzubauen, um den Fischteich zu reinigen oder dort zu fischen. Eigenhändige Unterschrift mit aufgedrücktem Oblatensiegel. Datum Moguntiae 30 Julii Anno 1639.


1641 Januar 27



Beschreibung : Herzog Wolfgang Wilhelm von Jülich- Berg überträgt dem Jesuitenkolleg zu Düren die Einkünfte der Kapelle zu Meisheim bei Merzenich, deren Patronat ihm als Herzog von Jülich zukommt.Signatum in unser Residenzstadt Düsseldorf, den 27. Januarii Anno 1641.


1641 Januar 27



Beschreibung : Herzog Wolfgang Wilhelm von Jülich- Berg verleiht dem Jesuitenkolleg zu Düren das Patronat über die Kapelle zu Meisheim bei Merzenich mit dem Ziel, daß die der Kapelle zufließenden Einkünfte der Jesuitenresidenz zu Düren einverleibt werden, und dies durch den jül.- bergischen Kirchenrat rechtlich bestätigt wird.Mit eigenhändiger Unterschrift des Herzogs und des Sekretärs Wilhelm Velcker.Datae Dusseldorpii Anno MDCXXXXI die XXVII mensis Januarii.


1641 Juli 23



Beschreibung : Ferdinand von Bayern, Kurfürst und Erzbischof von Köln, genehmigt die Inkorporation der Kapelle zu Meisheim bei Merzenich mit allen Einkünften dem Jesuitenkolleg zu Düren, nachdem diese Vikarie durch den Tod des letzten Inhabers, des Geistlichen Johannes Kyrenius, frei geworden war.Datum in civitate nostra Leodiensi die vigesima tertia mensis Julii Anno domini MDCXXXXI.


1642 Januar 20



Beschreibung : Herzog Wolfgang Wilhelm von Jülich- Berg erläßt dem Jesuitenkolleg zu Düren die vom geerbten Meyradter Hof in die Kellnerei Düren zu zahlenden Abgaben, nämlich die jährliche Summe von sechs Schillingen, zweieinhalb Malter Hafer und einem Malter Roggen mit der Weisung an den Schultheißen und Kellner zu Düren, diese Abgaben nicht mehr einzufordern.Mit Unterschrift des Herzogs und des Sekretärs A. Schlösser. Gezeichnet zu Düßeldorf ahm 20. Januarii Anno 1642.


1643 November 24



Beschreibung : Lutter, Freiherr von Bönninghausen, Herr zu Gürzenich, und dessen Gemahlin Anna Sophia geb. Budberg ( Bodtberg ) übertragen die erwähnten fünf Morgen dem Jesuitenkollegium zu Düren und dessen zeitigem Rektor Pater Theodor Ray.So gegeben auff dem Haus Gürtzenich den 24. Novembris 1643.
Material : Beschr.: Papier


1644 Januar 21



Beschreibung : Vor dem Schultheiß Matheus Mockel zu Veldenstein und genannten Schöffen des Hauptgerichts Düren verkaufen die Eheleute Palm Schiell und Barbara Schmidt und Maria Esch ein Haus, in der Pletzergasse neben dem Haus zu den drei Königen gelegen, samt Scheune für 336 gemeine Taler.Gegeben 1644 ahm ein- und zwantzigsten tagh Monatß Januarii.


1644 Mai 7



Beschreibung : Adam Wilhelm, Freiherr von Schellart (- d ) zu Obbendorf, Herr zu Gürzenich, verzichtet gegenüber dem Jesuitenkolleg zu Düren auf die Entrichtung des Zehnten von dem vormaligen Gemeindeland bei der Schiffersmühle an der Rur ( Roer ). Unterschrift und Signet des Ausstellers.Gegeben 1644 ahm ein- und zwantzigsten tagh Monatß Januarii.
Material : Beschr.: Papierabschrift


1644 Juni 15



Beschreibung : J. D. Freiherr von Merode entscheidet aus Anlaß der Klage des Rullef Linzenich ( Lyntzenich ), des Müllers auf der Weidtmühle zu Mirweiler, daß die Bauern zu Derichsweiler nach wie vor gehalten sind, auf dieser Mühle ihr Korn mahlen zu lassen wegen der vorliegenden Mahlzwanggerechtigkeit. Bei Übertretung dieses Gebots hat der Müller das Recht, das Korn zu konfiszieren und zu versilbern.Nachschrift des Gerichtsschreibers Emmerich Haen zu Derichsweiler über die Verkündigung dieses Dekrets.


1645 Dezember 11



Beschreibung : Herzog Wolfgang Wilhelm von Jülich- Berg befiehlt den jetzigen und zukünftigen Beamten der Wehrmeisterei, die früher von der zerstört liegenden Schiffersmühle ( Schieffersmühle ) am Gürzenicher ( Gürtzenicher ) Steg fälligen Abgaben, nämlich drei Malter Roggen und einen Radergulden samt den in elf Jahren aufgelaufenen Restanten dem Jesuitenkolleg zu erlassen und auch in Zukunft in Abgang zu stellen. Mit Unterschrift und aufgedrücktem Oblatensiegel.


1646 Oktober 24



Beschreibung : Franz Freiherr von Hochkirchen verpfändet den Eheleuten Hans Peter Münster gen. Schütz und Ehefrau Maria ein Stück Gartenland in der Pletzergasse von 6 ¾ Ruten gegen ein Darlehen von 13 ½ Reichstalern für die Zeit von 24 Jahren. Wiederlöse des verpfändeten Gartenlandes mit vierteljährlicher Kündigung wird ausbedungen. Mit Unterschrift des Ausstellers und Wilhelm Maußbach (?).


1647 Oktober 19



Beschreibung : Vor den Schöffen des Hauptgerichts Düren verkaufen die Eheleute Engel Zülpich und Frentzgen Braunß dem Hans Peter Münster und Ehefrau Maria ihre Behausung in der Pletzergasse, neben dem Gebäude der Jesuiten und Goswin Hupperts gelegen, für die Summe von 100 gemeinen Talern.Zusätzliches Attest des Schultheißen Mockel, daß die Eheleute Zülpich das Haus von Wilhelm Schmidtz erworben haben, vom 31. Oktober.


1649 Dezember 11



Beschreibung : Nachdem dem verstorbenen Quirin Maßen an dem Haus des Engel Zülpichs ( Zülpigs ) in der Pletzergasse ein Erbzins von einem halben Sümner Roggen zustand, haben die nunmehrigen Besitzer die Behausung, nämlich Eheleute Johann Peter Münster und Frau Maria ( Mergen ), diese Belastung gegen eine einmalige Zahlung von 8 Talern und drei Sümmer Roggen an den Erben des Quirin Maßen, nämlich Heinrich Lohren abgelöst.Mit eigenhändiger Unterschrift der Eheleute Hermann Schaffenberg und Dreingen Maßen (Massen).


1653 Oktober 7



Beschreibung : Notarielles Testament der Agnes Overkamp, Witwe des Kölner Kaufmanns Verhorst, worin sie neben verschiedenen Legaten an Verwandte und Kölner Klöster das Jesuitenkolleg zu Düren zur Förderung der dortigen Schule zum Erben ihrer Immobiliarverlassenschaft einsetzt. Die Exekutoren des Testaments, nämlich der Kölner Bürgermeister Franz Brassart und Philipp Mockel, Kanoniker zu St. Kunibert, sollen mit dem Erlös aus dem Verkauf besagter Immobilien sichere Renten und Fahrzinsen erwerben, die stets dem Kollegium zu Düren als Einkommen verbleiben sollen.Notariatssignet des kaiserl. Notars Lorenz Mey.


1657 März 5



Beschreibung : Die Jesuitenpatres Nikolaus Lem und Petrus Westenberg verkaufen mit Vollmacht seitens des Rektors Adam Berck eine Behausung in der Reichsstadt Köln, das dem Kollegium erblich zugefallen war, gelegen oberhalb der Marspforte zwischen den Häusern zum Einhorn und zum Kaiser, an Frau Maria Jägers, Witwe des Dietrich Engelbrecht, für 2375 Reichstaler. Auf dem Haus ruht ein jährlicher Erbzins von zehn Mark gemeiner Währung an den St- Agatha- Altar in der Kirche Sankt Georg und drei Mark an den Konvent Mariengraden. Unterschrift des Notars Gereon Heßelmann .


1657 Mai 16



Beschreibung : Vor den Schöffen des Hauptgerichts Düren überträgt Bernhard Mockel als Bevollmächtigter der Frau Lucia Meisheim ( Meissheimb ), Novizin des Konvents St. Leonhard zu Aachen, deren Haus zu Düren in der Spoelgasse , gelegen neben dem Haus des Rentmeisters Nolden, an den Rektor Pater Adam Berck namens des Jesuitenkollegiums mittels Versatzkaufs für die Dauer von 24 Jahren für die Summe von 500 Reichstalern.Mit aufgedrücktem Schöffensiegel und Unterschrift des Gerichtsschreibers Wilhelm Kempe.


1657 August 23



Beschreibung : Vor dem Notar Petrus Abt bevollmächtigt Johann Matheiß, im Begriff in den Jesuitenorden einzutreten, den Rektor Adam Berck, seine sämtlichen ausstehenden Geldforderungen einzutreiben und darüber zu quittieren unter Behändigung der Original- Obligationen an letzteren. Sollte der Novize während des Noviziates sterben, verbleiben diese Gelder dem Jesuitenkolleg zu Eigentum außer kleinen Legaten an den Kapuzinerkonvent und die Dürener Hl.- Geist- Hausarmen.Mit Unterschriften der Zeugen Werner Inden, Färber und Franz Potz.


1658



Beschreibung : Nachdem die Erbengemeinschaft Mönchs ihr Pachtrecht an sieben Morgen Ackerland, hinter dem Siechenhaus bei Mirweiler gelegen, im Jahre 1652 wegen nicht erfolgter Bezahlung verwirkt hatte, hat das Jesuitenkolleg, auf ihre Klage hin, den Vergleich mit ihnen getroffen, daß Leonhard Brewer als deren Sachwalter die einzelnen Pachtabgaben sammeln und die Gesamtpacht von drei Malter Roggen auf seine Kosten zum Termin St. Martin unfehlbar beim Jesuitenonvent abliefern solle. Es ist den Pächtern verboten, diese Ländereien weiter zu teilen, zu tauschen, zu verspleißen oder hypothekarisch zu belasten. (Namen: Werner Reiff , Petrus Hutmächer , Theodor Querren , Papiermüller).


1659 Februar 8



Beschreibung : Papst Alexander VII. benachrichtigt den Erzbischof von Köln, daß er auf seine Bitte die Pfarrei zu Düren mit Einverständnis des Landesherren, dem Herzog von Pfalz-Neuburg, mit der dortigen Stiftung des Jesuitenordens uniert habe.Datum Romae apud Sanctam Mariam Magdalenam die VIII Februarii MDCLIX.


1659 Februar 15



Beschreibung : Papst Alexander VII. verfügt die Inkorparation der Pfarrkirche des hl. St. Martin zu Düren, gewöhnlich zur hl. Anna genannt, nachdem deren Administration schon vom Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm dem Jesuitenkollegium übergeben worden war und dessen Sohn, Herzog Philipp Wilhelm, auf sein Patronatsrecht verzichtet hat, in das bezeichnete Kollegium.Datum Romae apud St. Mariam majorem die XV Februarii MDCLIX.


1659 August 23



Beschreibung : Erzbischof Maximilian Heinrich von Köln vollzieht aufgrund der päpstlichen Anordnung die Inkorporation der Dürener Pfarrei. Datae Bonnae vigesima tertia mensis Augusti anno millesimo sexcentesimo quinquagesimo nono.
Literatur : Druck: Bonn, M. M./ Rumpel, D./ Fischbach, P. J.: Sammlung von Materialien zur Geschichte Dürens und seiner nächsten Umgegend, Düren 1835, S. 305ff.


1660 Mai 12



Beschreibung : Vor dem Notar Petrus Abt zediert Metze, Witwe des Hillebrand Cremers dem Jesuitenkolleg zu Düren für eine Schuldsumme von 100 Talern aufgrund einer dem Kolleg übergebenen Schuldverschreibung Hans Lederreiders die für die Schuld zum Unterpfand gesetzten Ländereien im Merzenicher Felde gelegen, aus acht genau bezeichneten Parzellen bestehend.Sic actum im Dorf und im Felde zu Merzenich in Gegenwart des Gerichtsboten Jakob Haßels und Gillis Janßen .


1662 Juni 3



Beschreibung : Margarete Brandroster, Witwe Kemmerling, zediert dem Jesuitenkolleg zu Düren ihr Erbteil an einem Mühlenplatz und einer zugehörigen Wiese, vor der Eschpforte gelegen, woran noch ihrem Vetter Johann Petrus Kirchrath lebenslänglich der Nießbrauch zusteht. Mit Unterschrift der Ausstellerin und Zeugen Kox und Keisser .


1662 Juni 28



Beschreibung : Vergleich zwischen dem Rektor des Jesuitenkollegiums zu Düren, Andreas Cronenberg, als zeitiger Pastor der Pfarrkirche daselbst, und dem Bürgermeister und Rat der Stadt Düren hinsichtlich der beiderseitigen Befugnisse, zum Beispiel über die Anstellung von Küster, Glöckner, Choralen, Totengräber, bauliche Unterhaltung des Kirchturms, Verwaltung der Kirchenrenten und Fundationen, Wahl von Kirchmeistern, Zuteilung von Erbstühlen in der Kirche usw., wobei der Rat sich auf das alte Herkommen beruft.Mit den Oblatenssiegeln des Kollegiums und der Stadt.


1668 Mai 3



Beschreibung : Testament des Anno Weinrich ( Weinreich ), Vikar zu Ahrweiler, worin seinen benannten Verwandten Anna Catharina Weinrich condicta Weidenfeld zu Köln, Christian Weinrich, Bürger zu Linz, und den Kindern des Wilhelm Knips bestimmte Legate vermacht werden. Dem Jesuitenkolleg zu Düren vermacht der Erblasser einen Weinberg auf der Budderstadt bei Ahrweiler und dem Jesuitenkolleg zu Münstereifel sein Haus in der Pletzergasse mit drei Ställen.Gegeben in einer Behausung in der Wolfsgassen im Beisein der Zeugen Heinrich Burvenich und Georg Fabritius.


1668 Mai 12



Beschreibung : Maximilian Heinrich Erzbischof von Köln bestätigt auf Bitten des Jesuitenkollegiums zu Düren die letzwillige Verfügung des Herrn Johann Werner von Wevorden, Herr zu Drove, worin dieser dem Kollegium das Patronatsrecht über die Pfarrei Morschenich samt allen Gefällen daselbst geschenkt hat.Datum in residentia nostra Bonna XII. die Mai anno MDVLXVIII.


1668 Juni 4



Beschreibung : Maximilian Heinrich Erzbischof von Köln bestätigt vorstehende Schenkung unter Einrückung der betreffenden Klausel des Testaments des verstorbenen Freiherrn Johann Werner von Wevorden, nämlich die Schenkung des Patronatsrechts über die Pfarrei Morschenich samt allen Gefällen daselbst an dem Jesuitenkolleg zu Düren. Unterschrift des Ausstellers, aufgedrücktes Siegel abgesprungen.
Material : Beschr.: Papier


1668 Dezember 14



Beschreibung : Pater Jakob Bock, zur Zeit Rektor des Jesuitenkollegs zu Düren, trifft mit den Eheleuten Adolf Thelen und Maria Vehlen eine Vereinbarung über das den Söhnen Bartholomäus und Andreas, die in den Orden eingetreten sind, zustehende Erbteil. Danach vereinbaren die Eltern, dem Kolleg einmalig 500 Reichstaler erlegen zu wollen, wovon in den nächsten zwei Jahren 400 Taler entrichtet werden. Mit nachträglichen Vermerken über die sukzessive eingezahlten Beträge bis 1672.


1669 Mai 7



Beschreibung : Das Jesuitenkolleg zu Düren erwirbt im Wege eines Tauschvertrages von den Eheleuten Daem Zull und Eva Lohrers, zu Winden wohnhaft, ein Stück Weingarten am obersten Berg, neben Gillis Buckens und Witwe Zulchers gelegen, im Tausch gegen drei und einen halben Viertel Ackerland in der Windener Jurisdiktion gelegen, das früher von der Witwe Metze Heinen angekauft worden war. Unterschriften des Rektors und des Notars Peter Abt.
Material : Beschr.: Papier


1670 April 23



Beschreibung : Herzog Philipp Wilhelm von Pfalz- Neuburg gestattet dem Jesuitenkolleg zu Düren das ihnen im Jahre 1628 geschenkte Haus, das für die Bedürfnisse des Kollegs unzureichend war, durch einen Neubau zu erweitern.


1671 Februar 28



Beschreibung : Vor den Schöffen des Stadtgerichts Düren verkaufen die Eheleute Georg Wirtz und Christina Münster den Eheleuten Hilger Zülpich und Katharina Bungertz eine Scheune und Stallung hinter ihrer Wohnbehausung, zum kleinen Bock genannt in der Pfaffengasse daselbst, für 200 Reichstaler.


1671 Juni 28



Beschreibung : Hilger Zülpich, Bürger zu Düren, quittiert über den Empfang von 200 Talern, womit Johann Wilhelm Münster das verkaufte Erbe der Eheleute Wirtz in der Pfaffengasse an sich retrahiert hat (Retraktkauf). Mit Unterschriften des Ausstellers, Richard Scriba und Hilger Trostorf.


1671 September 16



Beschreibung : Vor dem Notar Petrus Abt diktiert der Magister Thomas Remacli von Steinbert die Bestimmungen seines Testaments, worin er sein väterliches Erbteil dem Jesuitenkonvent zu Düren vermacht. Seine noch lebende Mutter, die noch als Leibzüchterin die Güter in Besitz hat, und seine Schwester sollen vom Kolleg eine angemessene Abfindung erhalten.Anno 1662 den 6. Tag monats Novembris.Mit Nachschrift der Schöffen zu Düren, worin bescheinigt wird, daß das Testament vom Notar Petrus Abt eigenhändig aufgesetzt worden ist.Actum Marcoduri den 16. September 1671.


1673 Juni 6



Beschreibung : Sophia Pontz, Witwe Meyers, und Verwandte überlassen dem Jesuitenkonvent das Eigentumsrecht an Weingärten zu Winden, etwa 3 Pinten groß, die zur Zeit an einen Hermann Zulcher in Versatz ausgetan sind. Ebenso können sie den Zehnten zu Arnoldsweiler ( St. Arnoldsweiler ), der durch Thomas Ingermann, Bäcker zu Düren, mit ihrer Vollmacht versetzt worden ist, wieder einlösen.Mit den Unterschriften der Witwe Meyers und des Franz Wilhelm Meyers.
Material : Beschr.: Papier


1674 Mai 10



Beschreibung : Die Erbengemeinschaft des verstorbenen Josten Huperts verkauft dem Jesuitenkollegium zu Düren ihre Scheune in der Pletzergasse hinter dem Gebäude des Kollegiums für 120 Reichstaler kölnisch. Mit den Unterschriften des Rektors Adam Beeck, Hans W. Hupperts und Anton Waßenberg .


1674 Juni 16



Beschreibung : Vor Schultheiß und Schöffen zu Düren zedieren Stephan Brochmans samt übrigen Brochmans Erben dem Jesuitenkollegium zu Düren ein Gartengrundstück in der Pletzergasse, daselbst hinter dem Gebäude des Kollegiums gelegen, im Tausch gegen einen daran anstoßenden Bauplatz.Kopie aus dem Erbbuch, unterzeichnet von B. Pontz, Schöffe (?).
Material : Beschr.: Papierabschrift


1675 April 9



Beschreibung : Quittung über die Zahlung von 18 Reichstalern durch das Jesuitenkolleg Düren, wodurch ein Stück Weingarten zu Winden, das durch Versatzkauf an das Ehepaar Zülcher gekommen war, in das Eigentum des Kollegs fiel. Mit Abschrift des Versatzkaufes vom 27. Oktober 1657.


1675 November 1



Beschreibung : Johann Wildenrath, Rektor des Jesuitenkollegs stellt der Jungfer Sibylle Pütz eine Schuldurkunde über den Gesamtbetrag von 300 Talern aus, die das Kolleg in einzelnen Beträgen als Darlehen bekommen hat. Das Kapital wird zu Lebzeiten der Gläubigerin mit fünf Prozent verzinst. Bei Ableben der Jungfer Pütz wird ihr eine unentgeltliche Grabstätte in der St. Anna- Kirche zu Düren, ebenfalls der Frau Christine Altrop zugesichert. Sodann fällt das Schuldkapital an das Kolleg. Mit den Unterschriften des Rektors J. Wildenrath und der Sibylle Pütz.


1679 Oktober 17



Beschreibung : Paul Kleefisch und Peter Birfeld, als Vormünder der minderjährigen Kinder des verstorbenen Gerhard Heinen verkaufen dem Jesuitenkolleg zu Düren eine Parzelle Weinberg, in der Windener Flur gelegen, für 33 gemeine Taler.Verhandelt in Gegenwart des Schultheißen Hilger Engels, und der Schöffen Friedrich Keißer und Andreas von Velden.
Material : Beschr.: Papierabschrift


1679 Oktober 20



Beschreibung : Mathias Paess, Bürger zu Ahrweiler, verkauft dem Jesuitenkolleg zu Düren ein Nebengebäude seines ruinierten Hauses, am Stadtwall gelegen, mit vorfindlichem Holzwerk, für 21 Taler.Mit eigenhändigem Handzeichen des Verkäufers und Unterschrift des Gerichtsschreibers Martin Grönendahl.


1680 Oktober 28



Beschreibung : Vor den Schöffen der Herrschaft Drove überträgt Thomas Busch, Bruder des Jesuitenkollegs, drei Parzellen Weinberg, zu Oedingen in besagter Herrschaft gelegen.Mit Unterschrift des Johann Cuntzer, Schultheiß (?) und der Schöffen Severin Walden, Johann Martin Roeben und Gilles Esser.


1681 Mai 1



Beschreibung : Pater Petrus Lennep, Rektor des Jesuitenkollegs zu Düren, vergleicht sich mit Johann Thelen und Barthomomäus Pütz, als Verwandten des Johann Thelen, Mitglied des Jesuitenkollegs, über das zu erwartende väterliche Erteil. Für die einmalige Zahlung von 250 Reichstalern seitens der Verwandten verzichtet das Jesuitenkolleg namens seines Mitglieds auf alle zukünftigen Ansprüche.Mit Unterschriften des Rektors und der genannten Verwandten.


1684 August 13



Beschreibung : Erbvergleich des Jesuitenpaters Theodor Vossen zu Marienweiler mit seinem Schwager Anno Birkestorff, wonach dem Pater Vossen für sein Erbteil eine einmalige Abfindung von 130 Reichstalern zugesagt wird. Neben Legaten für die Armen zu Mariaweiler und Birkesdorf wird bestimmt, daß jährlich am 5. Mai eine Seelenmesse für die verstorbenen Eltern in der Kirche zu Birkesdorf gehalten werden soll. Mit Unterschrift des Schöffen Anno Birkestorff und seiner Frau Barbara Vossen.


1690 Mai 6



Beschreibung : Notarielles Testament der Jungfer Katharine Leinersbach, worin sie ihr Haus für eine Waisenschule stiftet und dem Jesuitenkolleg ein Stück Ackerland von 9 Morgen Größe im Häusgensfeld bei Düren vermacht für eine Seelenmesse.Mit Unterschrift und Petschaften der Zeugen Johann Bauer, Johann Müller, Wilhelm Müller, Jakob Birgel. Verfaßt vom Notar Johann Schmitz mit Petschaft (Hufeisen ?).


1693 März 10



Beschreibung : Das Jesuitenkolleg zu Düren empfängt von Wilhelm Lambertz zu Winden im Tauschwege die Hälfte von anderthalb Pinten Weinberg, im Obersten Berg zu Winden gelegen, wovon jährlich an den Junker von Binsfeld zu Nideggen 4 ½ Maß Wein abzuliefern sind, im Tausch gegen ein halb Pint Weinberg, auf dem Wolfsberg gelegen. Mit Unterschriften des Rektors Petrus Cronenberg und Wilhelm Lambertz.


1693 Mai 7



Beschreibung : Das Jesuitenkolleg zu Düren erwirbt von Katharina Vetweiß, Ehefrau des Franz Machelgen, und dem Schwager Johannes Pütz den dritten Teil eines Hauses in der Pletzergasse gelegen, das von Peter Haaß herrührt.Mit nachträglicher Notiz über den Erwerb eines zweiten Drittels von Seiten des Ehepaars Hans Dietrich Hamecher und Agnes Pütz vom 15. October.


1694 März 31



Beschreibung : Das Jesuitenkolleg zu Düren erwirbt vom Ehepaar Laurenz Hensch und Idtgen Curdt zu Lendersdorf im Wege des Versatzkaufes ein Stück Weinberg von einem Viertel Größe, in der Flur an der Loh bei Kreuzau gelegen, für 24 Reichstaler. Das Kolleg kann die Parzelle als Nutzungspfand 24 Jahre bewirtschaften. Wird die Versatzsumme danach nicht zurückgezahlt, verlängert sich die Nutzungsfrist um weitere 24 Jahre.Mit den Unterschriften des Rektors Petrus Cronenberg und Rudolf Engels, Schöffen.


1694 November 7



Beschreibung : Die Eheleute Theodor W. Gesser und Anna El. Stolmanns verkaufen der geistlichen Jungfer Sophia Mauels ihr Haus ”Zum Nideggen” genannt, am deutschen Kirchhof zu Düren gelegen, für 200 Reichstaler. Mit Attest des kaiserlichen Notars Johann Heinrich Nolden sowie aufgedrücktem Signet.


1694 Dezember 18



Beschreibung : Vor Johann Jakob Lopetz de Quintana, Schultheiß- Verwalter und Schöffen der Stadt und des Hauptgerichts Düren verkauft der Mitschöffe Johann Niklaus Lehm als Bevollmächtigter der Eheleute Gesser der geistlichen Jungfer Sophia Mauels ein Haus am Kirchhof auf dem Hühnermarkt gelegen, für 200 Reichstaler.


1695 Juli 19



Beschreibung : Gerhard Pütz, Pächter zu Morschenich, reversiert dem Jesuitenkolleg über den Empfang von 62 Schafen und 36 Hammelschafen, insgesamt also über 98 Stück Schafe, gegen eine einmalige Vergütung von einem Malter und zwei Faß Roggen, und erhält dazu das Recht, bei der nächst fälligen Schafschur die Hälfte der Wolle zum eigenen Nutzen behalten zu dürfen.Mit Unterschrift des Pächters.
Material : Beschr.: Papier


1698 Mai 12



Beschreibung : Werner Melchior Freiherr von Cortenbach verkauft im Namen seines Bruders Wilhelm Philipp Freiherrn von Cortenbach als Collators des Beneficiums Sankt Nikolai in der St- Anna- Pfarrkirche dem Jesuitenkolleg ein zum Beneficium gehöriges Gartengrundstück, worauf vor zeiten ein Vikariehaus gestanden hat, für 85 Reichstaler, damit das Kaufgeld zum Ankauf von anderen Ländereien zugunsten besagter Vikarie verwendet wird.Mit dem aufgedrücktem Signet des Kollegs, des Verkäufers und des Notars Jakob Punger. Darunter als Nachschrift die Ratifikation des Generalvikars zu Köln vom 24. Juni 1698.


1702 Dezember 28



Beschreibung : Vor den Schöffen des kurfürstlichen weltlichen Gerichts zu Ahrweiler verkauft Johann Peter Castenholz, Bürgermeister zu Linz, nach vorher ergangener Publikation durch seine Schwiegersöhne, NN Hoffmans und NN Mohrß , respektive Bürgermeister und Ratsfreund zu Ahrweiler, zwei Parzellen Weinberg, auf der Buttenstadt bzw. Leywoch gelegen, sowie zwei Waldparzellen dortselbst, an das Jesuitenkolleg zu Düren. Das Aufgeld soll mit dem Eintrittsgeld des Sohnes Castenholz verrechnet werden, der in das Jesuitenkolleg eingetreten ist.


1711 Januar 27



Beschreibung : Vor den Schöffen der Herrschaft Burgau stiftet Matthias Rubbenius, zeitlicher Pastor zu Stockheim, ein kirchliches Benefizium mit der Zuweisung mehrerer Obligationen zu diesem Zweck, um darauf seinen Vetter Matthias Rubbenius ordinieren zu lassen.Beglaubigte Kopie aus der Mitte des 18. Jahrhunderts mit Attest und Signet des Josef Oeppen.


1711 Februar 15



Beschreibung : Johann Anton de Reux, Generalvikar zu Köln, bestätigt vorgenannte Stiftung unter Errichtung des Benefiziums als Altarvikarie zum hl. Matthias in der Pfarrkirche zu Düren, zur Feier von drei wöchentlichen Messen, und mit der Bestimmung, daß das Patronat darüber zeitlebens dem Stifter, nach dessen Tode dem zeitlichen Rektor des Jesuitenkollegs in Gemeinschaft mit dem Präfekten der St. Matthias- Bruderschaft zu Düren zustehen soll.
Material : Beschr.: Papierabschrift


1713 August 13



Beschreibung : Notarielles Testament des Matthias Niederau, Schäfer, worin derselbe ein Wiesengrundstück bei Niederau, sowie acht Schafe und kleinere Geldbeträge dem Jesuitenkolleg zu Düren gegen Zusicherung eines Begräbnisses und einiger Seelenmessen überweist.Mit den Unterschriften des Erblassers und der Zeugen Salentin Pontz und Johann Adam Brewer, Attest und Signet des Notars Hermann Golststein.


1713 September 22



Beschreibung : Vor dem Notar Hermann Goltstein übertragen die Eheleute Rutger von Scheven, Kaufhändler zu Düren, und Frau Magdalena Schnelgens dem Jesuitenkolleg zu Düren einen Garten vor der Eschpforte daselbst gelegen, woraus an den Vikar Effertz jährlich sechzehn Albi zu zahlen sind.Mit den Unterschriften und Signet des Notars Hermann Goltstein.


1718 Juli 6



Beschreibung : Nikolaus Michels, zu Aachen (?) wohnhaft, schenkt dem Kolleg zu Düren sein Drittel Anteil eines Gartengrundstücks, hinter der Scheune des Kollegs gelegen, anschließend an das Nonnenkloster. Mit den Unterschriften und Signet des Schenkers.


1721 Juli 15



Beschreibung : Das Jesuitenkolleg zu Düren erwirbt von dem Augustinessenkonvent einen Platz in der Pletzergasse im Tausch gegen das von den Erben Michels erworbene Grundstück.Im Namen der Oberin M. M. Simons unterschreibt Schwester Anna M. Peters.


1731 März 13



Beschreibung : Bescheinigung des Notars Johann Christoph Cofferath, daß das Jesuitenkolleg zu Düren dem Gilles Schröder von Stockem im Rahmen eines Versatzkaufes bezüglich der drei Pinten Weinberg, bei Oedingen gelegen, weitere zehn Reichstaler erlegt hat, so daß dieses Grundstück nunmehr mit 46 Talern versetzt worden ist. Somit wird dem Kolleg gestattet, diesen Weinberg für weitere 18 Jahre bewirtschaften zu können.


1735 März 5



Beschreibung : Vergleich zwischen dem Jesuitenkolleg zu Düren und den Eingesessenen des Dorfes Derichsweiler ( Dieterichsweiler ), bezüglich des Fuhrwegs von der dortigen, dem Kolleg zuständigen Mühle, bis zum Dorf führend, wonach sich die Mühlenpächter zukünftig bei der Reparatur der Gemeindewege und Dorfstraßen gleich den Nachbarn anteilmäßig beteiligen, während die Gemeinde verspricht, den Mühlenweg in gutem, brauchbarem Zustand zu halten. Der Mühlenpächter soll bei Ankauf von Bauholz aus dem Derichsweiler Busch wie die anderen Nachbarn gehalten werden. Bei der Anforderung von Spanndiensten im Kriege oder seitens der fürstlichen Kellnerei zu Düren sollen die Mühlenpächter ihre Exemption, wie bisher, behalten. Mit Unterschrift des Rektors Heinrich Hambloch.
Material : Beschr.: Papierabschrift


1736 Januar 9



Beschreibung : Die fürstliche Kanzlei zu Mannheim bestätigt die den einzelnen Kollegien des Jesuitenordens zu Düsseldorf, Düren, Münstereifel, Jülich und der Mission zu Elberfeld im 17. Jahrhundert von den Herzögen von Pfalz- Neuburg getätigten Schenkungen und – stiftungen, Renten und Gefälle.Beglaubigte Abschrift mit Attest des Kanzlisten (?) Johann Ferdinand Dunnhoff, und aufgedrückten Kanzleisiegel.


1737 Juli 11



Beschreibung : Kaiser Karl VI erteilt unter Einrückung der vorstehenden Urkunde (9 Jan. 1736) hierzu seine kaiserliche Bestätigung.Beglaubigte Abschrift durch den kaiserlichen Notar Stephan Heinen, mit dessen Stempel- Abdruck und Siegellack- Signet.
Material : Beschr.: Papierabschrift


1737 Dezember 11



Beschreibung : Vergleich zwischen dem Jesuitenkolleg und dem Stadtmagistrat Düren wegen rückstehender Zinsanforderungen des Kollegs und besonders wegen des bisher von der Stadt bestrittenen Rechts des Müllers der Weidmühle (?) bei Derichsweiler, sein Vieh auf den städtischen Rurwiesen ( Roer – ) mitweiden zu lassen. Dem Müller wird in Zukunft erlaubt, gegen eine jährliche Gebühr von 2 Reichstalern bis zu 5 Stück Hornvieh auf besagter Rurwiese eintreiben zu können. Mit den Oblatensiegeln beider Parteien und der Unterschrift des Rektors Hubert Weimer.


1753 März 2



Beschreibung : Das Jesuitenkolleg zu Düren tauscht mit Christian Meyer zu Winden und Degen Bonn von Kreuzau einen Pint Weingarten, im Obersten Berg bei Winden gelegen, gegen ein dem Kolleg zugehöriges Stück Weinberg, in der Flur von Brandweingarten, neben den Parzellen von Matheiß Schnitzler und Johannes Haupt gelegen, von gleicher Größe. Mit Unterschriften des Rektors Heinrich Hambloch, Philibert Koch, Prokurator, und Degen Bung (?).
Material : Beschr.: Papier


1769 April 24



Beschreibung : Schuldurkunde der Eheleute Giel Stürtz und Anna Kathrin Schnaphan aus Röhe (Amt Eschweiler), worin sie bekennen, vom Jesuitenkolleg ein Darlehen von 300 Reichstalern empfangen zu haben gegen 4 Prozent Verzinsung, wofür sie eine Parzelle Weinberg von sieben Morgen Größe im Röher Feld als Sicherungspfand stellen.Aufgedrücktes Signetsiegel des Notars Rittmann (?). Umseitig das Konfirmationsattest von Heinrich Ferdinand Feichel als Vogt des Landgerichts Eschweiler vom 24. April 1769.


1770 August 29



Beschreibung : Schuldurkunde der Eheleute Jakob Simons und Anna Katharina Schillings über ein Darlehen von 300 Reichstalern von seiten des Jesuitenkollegs zu Düren, wofür ein Haus samt Garten zu Langerwehe, zwischen der Witwe des Jakob Kuckertz und Everhard Vois gelegen, sowie verschiedene Parzellen zum Unterpfand gestellt werden. Umseitig das Konfirmationsattest der Schöffen zu Langerwehe mit Unterschriften des Gerichtsschreiber J. F. Laux und dem aufgedrückten Schöffensiegel in Siegellack.