Index Bevölkerungslisten

Genealogie und Geschichte

im Großraum Aachen und Limburg (Deutschland, Niederlande und Belgien)
 



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Quellen zur Geschichte und Genealogie

Bevölkerungslisten


Bevölkerungslisten sind als Quelle für die Genealogie nicht zu unterschätzen, denn sie stellen eine Momentaufnahme des in seiner Bevölkerung erfassten Ortes dar. Dennoch muss man ihre Aussagen kritisch überprüfen. Gerade bei den frühen französischen Listen stellt man häufig fest, dass Altersangaben nur sehr ungenau gemacht wurden und es hat auch oft den Anschein, dass die Bevölkerung nicht hundertprozentig erfasst wurde. Fehler oder Lücken sind also zu erwarten und kritisch zu hinterfragen.

Es sind eine ganze Reihe von Bevölkerungslisten bereits in Druckform veröffentlicht worden. Es wird deswegen hier darauf verzichtet, diese nochmals zu erfassen. Jedoch werden an entsprechender Stelle ausführliche Angaben zur Literatur gemacht.

Es liegt in der Natur der Sache, dass es mir unmöglich sein wird, alle Bevölkerungslisten des Großraumes Aachen hier zukünftig in Transkription zur Verfügung zu stellen. Es handelt sich in den allermeisten Fällen um Auszüge, die entstanden, um meine eigenen Genealogien oder die von befreundeten Forschern um die Aussagen dieser Listen zu ergänzen. Die genauen Signaturangaben sowie detaillierte Beschreibungen der von mir gesichteten Bevölkerungslisten können jedoch dem interessierten Forscher einen Eindruck verschaffen, welche Listen für seine eigenen Interessen von Belang sein und inwieweit sie Antworten auf seine Fragestellungen bieten können.

Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich alle Signaturangaben auf das Landesarchiv NRW, Hauptstaatsarchiv Düsseldorf, Präfektur Roerdepartement (Findbuch 140.11.5).

Marie-Luise Carl

 


Die Bevölkerungslisten des An VII (1799)

(Auszug aus: HSA Düsseldorf, Findbuch 140.11.5 Roerdepartement, Bevölkerungslisten)

Der Regierungskommissar für die eroberten Länder zwischen Maas und Rhein und Rhein und Mosel setzte durch sein Reglement vom 1. thermidor an VI (19. Juli 1798) auch die französischen Gesetze in Kraft, die die Abfassung von Bevölkerungslisten vorschrieben (Recueil des réglemens . . . Teil 5 Heft 9 S. 118/19f.). Danach sollte in jeder Commune der vier neuen Departements ein Verzeichnis angelegt werden, das die Namen, das Alter, den Stand oder den Beruf (état ou profession) ihrer Bewohner, die über 12 Jahre alt waren, und die Zeit ihres Eintritts in die Commune enthalten sollte. Abzufassen war dieses Verzeichnis von den Munizipalbeamten in den Gemeinden mit mehr als 5000 Einwohnern bzw. den Munizipalagenten oder ihren Adjunkten in den Gemeinden mit weniger als 5000 Einwohnern. Zu diesem Zweck sollten den Beamten von den Departementalverwaltungen Vordrucke der Tabellen zugesandt werden, die diese innerhalb einer bestimmten Frist ausgefüllt in doppelter Ausfertigung zurückzuschicken hatten. Die Tabelle hatte folgendes Schema: lfd. Nummer - Vor- und Nachname der Einwohner über 12 Jahre - Alter - Stand oder Beruf - Wohnort der einwohner nach Weiler (hameau) oder Straße (rue) - Zeitpunkt des Eintritts in die Gemeinde - Zeitdauer des Aufenthalts in der Gemeinde - Anzahl der Kinder unter 12 Jahren (vgl. Recueil des réglemens ... Teil 5 Heft 9 S. 128/9).

Am 29 pluviôse an VII (17. Februar 1799) Roerdepartement Nr. 283 S. 418) erging seitens der Zentralverwaltung des Roerdepartements der Auftrag an das vierte Büro, die notwendige Anzahl der Formulare drucken zu lassen und sie den Munizipalverwaltungen zuzustellen. Die Abfassung und Einsendung an die Zentralverwaltung zog sich über mehrere Monate in, so daß sich diese noch am 2 fruc5tidor an VII (19. August 1799) zu strengem Vorgehen gegenüber Säumigen veranlaßt sah (Roerdepartement Nr. 285 S. 230 b).

Ihrer Anlage entsprechend enthalten diese Listen auch die geistlichen Institutionen mit ihren Mitgliedern, soweit sie zum Zeitpunkt der Aufnahme anwesend waren. 


Kanton Aachen (Arr. Aachen), Signatur 1658

Stadt Aachen aufgeteilt in die Sektionen:

  1. Réunion
  2. Liberté
  3. Egalité

 

Kanton Burtscheid (Arr. Aachen), Signatur Nr. 1663 Hefte 1 - 19:
  1. Commune Breinig
    veröffentlicht in:
    GRENDEL, Matthias / NAUMANN, Josef, Breiniger Familien im Wandel der Zeiten vom 17. Jahrhundert bis 1999, Breiniger Heimatblätter Nr. 6, Stolberg, 1999. (Seite 27 - 33).
  2. Commune Burtscheid (Auszüge)
  3. Commune Eilendorf
  4. Commune Forst
  5. Commune Haaren (Auszüge)
  6. Commune Kohlscheid mit Schützenheide und Klinkheide (komplett)
  7. Commune Kornelimünster, Nütheim und Schleckheim, Oberforstbach, Dorff, Rollef, Brand, Freund (Auszüge)
  8. Commune Laurensberg
  9. Commune Moulartzhütte, Morsbach
  10. Commune Richterich mit Horbach und Bank (in Vorbereitung)
  11. Commune Scharberg
  12. Commune Schweilbach
  13. Commune Soers
  14. Commune Orsbach und Vaals
  15. Commune Venwegen und Hahn
  16. Commune Verlautenheide
  17. Commune Walheim mit Schmidthof und Friesenrath (komplett)
  18. Commune Weiden
  19. Commune Würselen mit Bissen, Drisch, Oppen, Haal, Elchenrath, Grevenberg

Kanton Düren (Arr. Aachen), Signatur Nr. 1672, Hefte 
  1. Commune Arnoldsweiler
  2. Binsfeld, Rommelsheim, Bubenheim, Frauwüllesheim, Isweiler
  3. Birkesdorf, Huchem und Stammeln
  4. Ellen, Morschenich, Oberzier
  5. Gey, Hau, Straß und Horm und Langenbroich
  6. Golzheim, Ollesheim, Bauweiler, Nörvenich, Irresheim, Eschweiler [über Feld]
  7. Gürzenich, Derichsweiler
  8. Hürtgen
  9. Kreuzau, Winden, Bergheim, Bogheim, Bilstein
  10. Lendersdorf, Berzbuir und Kufferath, Birgel
  11. Luchem, Echtz und Konzendorf, Lucherberg
  12. Merken, Hoven, Mariaweiler
  13. Merode, Schlich und D'horn, Jüngersdorf, Geich und Obergeich
  14. Merzenich, Girbelsrath
  15. Niederzier
  16. Pier, Daubenrath, Krauthausen, Selhausen, Viehöven
  17. Rölsdorf
  18. Stockheim, Steprath, Niederau
  19. Wissersheim, Poll, Eggersheim, Hochkirchen, Düren
    Düren veröffentlicht in:
    WENDELS, Claudia, Die Bevölkerungs- und Sozialstruktur der Stadt Düren im Jahre 1799.
    Beschreibung und Namensregister: http://www.duerener-geschichtsverein.de/beitraege/24.html

Gemäß einer Mitteilung durch Herrn Dr. Domsta vom 30.03.2005 bereitet der Dürener Geschichtsverein die Veröffentlichung weiterer Bevölkerungslisten des Jahres 1799 des Kreises Düren vor. Die Manuskripte betreffend die Dürener Vororte und die Orte der heutigen Gemeinde Niederzier sind schon fertig, die Bevölkerungsliste 1799 der heutigen Gemeinde Inden ist in Arbeit.

Inzwischen erschienen: 
WENDELS, Claudia, Die Bevölkerungs- und Sozialstruktur der Dürener Vororte im Jahre 1799, Wiedergabe und Auswertung der Bevölkerungslisten aus französischer Zeit, Düren 2006.
Ediert wurden darin die Listen von Arnoldsweiler, Berzbuir, Birgel, Birkesdorf, Derichsweiler, Echtz-Konzendorf, Gürzenich, Hoven, Kufferath, Lendersdorf, Mariaweiler, Merken, Niederau und Rölsdorf.
Beschreibung und Namensregister: http://www.duerener-geschichtsverein.de/beitraege/25.html 

Kanton Eschweiler (Arr. Aachen), Signatur Nr. 1677, Hefte 
  1. Commune Eschweiler, Langerwehe, Hastenrath, Scherpenseel, Volkenrath, Bohl, Werth, Nothberg, Lamersdorf mit Haus Lützeler, Lohn, Schevenhütte, Büsbach, Hehlrath, Warden Laurenzberg
  2. Bergrath, Röhe, Gressenich, Dürwiß, Bardenberg, Niederbardenberg, Röthgen
  3. Hoengen, Kinzweiler, St. Jöris, Stolberg
  4. Vorweiden, Linden, Neusen, Euchen, Ofden, Kellersberg, Schleibach, Paffenholt, Weisweiler, Heistern, Hamich, Wenau, Vicht, Frenz, Mausbach
Kanton Froitzheim (Arr. Aachen), Signatur Nr. 1683, Hefte 

Communen Abenden, Berg, Bergstein, Blens, Boich, Brandenberg, Bürvenich, Disternich, Drove, Embken, Eppenich, Froitzheim, Füssenich, Geich, Ginnick, Gladbach, Jakobwüllesheim, Juntersdorf, Kelz, Leversbach, Müdderheim, Nideggen mit Obermaubach und Schlagstein, Pissenheim Sievernich, Soller, thum, Üdingen, Untermaubach, Vettweiß, Wollersheim.

Veröffentlichung:
Heinrich Tichelbäcker, Nideggen in französischer Zeit (1794-1814) und seine Bevölkerung im Jahre 1812, Vom Jülicher Amt Nideggen über den Kanton Froitzheim zum Kreis Düren, 1997.

Kanton Geilenkirchen (Arr. Aachen), Signatur Nr. 1687, Hefte 
  1. Commune Baesweiler, Beggendorf, Birgden, Floverich, Frelenberg, Gangelt mit Langbroich, Kreuzrath, Hastenrath, Stahe, Niederbusch, Geilenkirchen mit Bauchem, Hattenrath, Gillrath, Nierstraß, Tripsrath, Rischden
  2. Grotenrath, Hünshoven, Immendorf mit Apweiler
  3.  Lindern, Loverich, Marienberg mit Scherpenseel, Siepenbusch, Windhausen
  4. Oidtweiler, Prummern, Puffendorf, Randerath mit Nirm, Kraudorf, Hoven, Kogenbroich
  5. Schümmerquartier, Süggerath, Teveren, Uettenrath, Waurichen, Würm mit Leiffarth, Müllendorf, Himmerich, Honsdorf, Beeck
  6. Zweibrüggen mit Palenberg
Kanton Gemünd (Arr. Aachen), Signatur Nr. 1690, Hefte 

Communen Buir; Bleibuir, Schützendorf, Voiße# Lückerath; Kallmuth, Urfey, Vollem, Dottel; Dreiborn, Berescheid, Morsbach, Herhahn, Scheuren; Eicks, Berg (vor Floisdorf), Floisdorf; Frohngau, Holzmülheim; Gemund, Mauel, Wolfgarten, Düttling, Malsbenden; Glehn, Hostel, Roggendorf; Harzheim; Heimbach, Hasenfeld, Hausen; Hergarten; Keldenich, Dalbenden; Mechernich, Breitenbenden; Nöthen, Gilsdorf, Hohn, Kolvenbach; Olef; Roderath; Sötenich, Kall; Vlatten; Vussem, Bergheim, Lorbach; Wallenthal, Scheven, Heistert, Kalenberg; Weyer, Eiserfey; Zingsheim.

Kanton Heinsberg (Arr. Aachen), Signatur Nr. 1693, Hefte 

Communen Karken, Kirchhoven, Langenbroich (Brebererseits), Melick, Myhl, Oberbruch, Ophoven, Obspringen, Orsbeck, Haaren und Soperich, Effeld und Steinkirchen, Dremmen, Braunsrath, Brüggelchen und Frilinghoven, Breberen, Birgelen, Waldfeucht, Wassenberg, Waldenrath, Wildenrath, Ratheim, Schafhausen und Schleiden, Porselen, Aphoven, Unterbruch, Arsbeck und Rödgen, Horst, Hilfarth, Herkenbosch, Hülhoven, Kempen, Heinsberg (Bl. 310 – 332).

Kanton Linnich (Arr. Aachen), Signatur Nr. 1701, Hefte 
  1. Commune Aldenhoven
    veröffentlicht in:
    DOVERN, Willi / BERS, Günter, Aldenhoven im Jahre 1799. Bevölkerungsstruktur und soziale Verfaßtheit einer rheinischen Kleinstadt in französischer Zeit, Jülich, 1997. 
  2. Altdorf
  3. Barmen
  4. Bourheim
  5. Körrenzig
  6. Koslar
  7. Bettendorf
  8. Ederen
  9. Engelsdorf
  10. Erberich
  11. Floßdorf
  12. Freialdenhoven
  13. Fronhoven
  14. Gereonsweiler
  15. Glimbach
  16. Kirchberg
  17. Kofferen
  18. Langendorf
  19. Langweiler und Lürken
  20. Linzenich
  21. Niedermerz
  22. Schophoven
  23. Pattern
  24. Pützlohn
  25. Rurich
  26. Siersdorf
  27. Schleiden
  28. Setterich
Kanton Monschau (Arr. Aachen), Signatur Nr. 1703, Hefte 

Communen Rott; Mützenich, Konzen, Rohren, Steckenborn, Kesternich, Dedenborn, Hammer, Rurberg, Huppenbroich, Simonskall, Rollesbroich, Strauch, Vossenack, Lammersdorf, Simmerath mit Bickerath und Witzerath sowie Paustenbach, Eicherscheid, Roetgen, Imgenbroich, Woffelsbach; Schmidt, Hetzingen, Kalterherberg, Zweifall, Höfen; Monschau.

Kanton Sittard (Arr. Aachen), Signatur Nr. 1705, Hefte 

Communen Berg, Born, Broichsittard, Büchten, Grevenbicht, Guttekoven, Havert, Hillensberg, Holtum Hoengen, Limbricht, Millen, Munstergeleen, Saeffelen, Sittard, Süsteren, Süsterseel, Tüddern, Urmond, Wehr.


Die Bevölkerungslisten des An IX (1801)

(Auszug aus: HSA Düsseldorf, Findbuch 140.11.5 Roerdepartement, Bevölkerungslisten)

Am 26 ventôse an IX (17. März 1801) erging der Beschluß des Präfekten des Roerdepartements, daß die Maires des Departements nach festgelegtem Schema - es entspricht dem des Jahres VII mit dem Unterschied, daß die Namen der Kinder unter 12 jahren angeführt werden sollten - eine Liste verfertigen sollten, die die Namen, Vornamen, Alter, Stand oder Gewerbe aller Bewohner der Mairie über 12 Jahre und den Zeitpunkt ihres eintritts in die Gemeinde enthalten sollte. Für die Einwohner unter 12 Jahren brauchten nur Namen und Geschlecht angegeben zu werden. Der Präfekt begründete seine Anordnung damit, daß das Verzeichnis der Aufnahme der Bewohner des Departements fehlerhaft und unrichtig sei, wodurch es für die Steuerpflichtigen zu Überlastungen gekommen sei, da die durch das am 1. thermidor an VI verkündete Gesetz vom 10 vendémiaire an IV vorgeschriebenen Bevölkerungslisten seit mehreren Jahren nicht mehr gemacht worden seien und daß nach Vereinigung der linksrheinischen Departements mit Frankreich es nötig wäre, der Republik eine genaue Nachricht über die ihr zugefallenen neuen Bürger zu geben. Die Maires oder ihre Adjunkten sollten für jede Commune innerhalb der Mairie eine gesonderte Liste anlegen.

Nach Fertigstellung hatten sie sie zu unterschreiben und den auf den 15 germinal (5. April) einzuberufenden Munizipalräten zur Kontrolle vorzulegen. Nach deren Genehmigung sollten die Listen unverzüglich an die Präfektur geschicht werden, wo sie vor dem 25 germinal (15. April) eingetroffen sein mußten (Zirkular vom 26 ventôse an IX - 17. März 1801 - des 4. Büros Nr. 254 in: Roerdepartement Nr. 350, 4. Büro Nr. 10).

Auch diese Listenenthalten noch die geistlichen Institutionen mit ihren Mitgliedern, soweit sie anwesend waren.

Kanton Aachen (Arr. Aachen), Sigantur Nr. 1659 I. und II

Stadt Aachen, eingeteilt in die Sektionen A und B

Kanton Burtscheid (Arr. Aachen), Signatur Nr. 1664 Hefte 1 - 10:
  1. Mairie Brand: Communen Freund, Niederforstbach, Rollef und Brand (pag. 02 - 14)
  2. Mairie Kornelimünster: Communes de Cornelimünster, Breinig, Venwegen (pag. 15 - 35)
  3. Mairie Forst: Forst, Eilendorff (pag. 36 - 55)
  4. Mairie Haaren: Verlautenheid, Haaren (pag. 56 - 76)
  5. Mairie Laurensberg: Communen Laurensberg, Vaels, Orsbach, Soers (pag. 77 - 98)
  6. Mairie Pannesheide: Communen Pannesheid, Mullenbach, Gracht, Klinckheidt, Kohlscheid, Kesseles, Schwejer, Rolandt, Rumpen, Berensberg, Haasenwald, Dornkoul (pag. 99 - 124)
  7. Mairie Richterich: Communen: Richterich, Hotz, Hand, Grünenthal, Houff, Vorst, Breemernb., Horbach, Vorsterheid, Banck, Wilsberg, Berscheid, Ursveld, (pag. 125 - 141)
  8. Mairie Walheim: Communen Friesenrath, Schmithoff, Schleckheim, Oberforstbach, Hahn, Walheim (pag. 142 - 165) (Auszüge)
  9. Mairie Weiden: Communen Weiden, Werst, Teld, Dommerswinkel, St. Jobs, Dobach (pag. 166 - 175)
  10. Mairie Würselen: Communen Würselen, Bissen, Brick, Brück, Haal, Oppen, Lumet (?), Drisch, Klinckloch, Elchenrath, Grevenberg, Scherberg, Neuhauss, Mauenhauss, Wolfsfurt, ###mühle, Schweilbach, Morsbach,   (pag. 176 - 203)

Kanton Burtscheid (Arr. Aachen), Signatur Nr. 1664 und 1665, Burtscheid (Pag. 01 - 34)

Mairien Brand, Kornelimünster, Forst, Haaren, Laurensberg, Pannesheide, Richterich, Walheim, Weiden, Würselen, Burtscheid.

Kanton Düren, Arr. Aachen, Signatur Nr. 1673 I

Mairien Arnoldsweiler, Binsfeld, Birgel, Birkesdorf, Düren, Merken, Merzenich, Niederzier, Nörvenich, Ollesheim Pier, Stockheim, Straß.

Kanton Eschweiler, Arr. Aachen, Signatur 1678

Mairien Bardenberg, Broich, Büsbach, Dürwiß, Eschweiler, Gressenich, Heistern, Hoengen, Kinzweiler, Lamersdorf, Langerwehe, Nothberg, Stolberg, Weisweiler.

Kanton Froitzheim, Arr. Aachen, Signatur 1685

Mairien Bergstein, Bürvenich, Drove, Froitzheim, Kelz, Nideggen, Sievernich, Wollersheim.

Kanton Geilenkirchen, Arr. Aachen, Signatur 1687

Mairien Baesweiler, Birgden, Frelenberg, Gangelt, Geilenkirchen, Immendorf, Puffendorf, Scherpenseel, Schümmerquartier, Würm.

Kanton Gemünd, Arr. Aachen, Signatur 1691

Mairien Bleibuir, Breiborn, Eicks, Gemünd, Heimbach, Holzmülheim, Keldenich, Nöthen, vussem, Wallenthal, Weyer.

Kanton Heinsberg, Arr. Aachen, Signaturen 1693, 1694, 1695

Mairien Aphoven (1694 Bl. 1-20), Birgelen (1694 Bl. 21-42), Braunsrath (1693 Bl. 269-287), Breberen (1694 Bl. 43-55), Dremmen (1693 Bl. 288-308), Haaren (1695 Bl. 56-78), Heinsberg (1694 Bl. 56-81), Herkenbosch (1695 Bl. 19-23), Hilfarth (1695 Bl. 34-55), Karken (1695 Bl. 1-18), Kirchhoven (1694 Bl. 251-266), Myl, (1694 Bl. 204-249), Oberbruch (1694 Bl. 190-203), Ratheim (1694 Bl. 146-189), Waldenrath (1694 Bl. 134-145), Waldfeucht (1694 Bl. 98-133), Wassenberg (1694 Bl. 82-97).

Kanton Linnich, Arr. Aachen, Signatur 1701 II

Mairien Aldenhoven, Brachelen, Ederen, Freialdenhoven, Fronhoven, Gevenich, Inden, Kirchberg, Körrenzig, Koslar, Siersdorf.

Kanton Monschau, Arr. Aachen, Signatur 1703 II

Mairien Dedenborn, Eicherscheid, Höfen, Imgenbroich, Kalterherberg, Kesternich, Lammersdorf, Monschau, Roetgen, Rurberg, Schmidt, Simmerath.

Kanton Sittard, Arr. Aachen, Signatur 1705 II

Mairien Born, Grevenbicht, Havert, Limbricht, Millen, Munstergeleen, Saeffelen, Sittard, Süsteren, Tüddern, Urmond, Wehr.

 


Die Bevölkerungslisten des Jahres X (1802)

(Auszug aus: HSA Düsseldorf, Findbuch 140.11.5 Roerdepartement, Bevölkerungslisten)

Am 29 thermidor an X (17. August 1802) erging folgender Beschluss des Präfekten des Roerdepartements (Text in: Roerdepartement Nr. 1652): Die Maires des Departements sollten nach beiliegendem Muster eine Liste der Bevölkerung ihrer Mairien für das Jahr X erstellen. Für jede Commune und jeden Weiler (hameau) sollte eine gesonderte Liste angefertigt werden. In einer Zusammenfassung am Schluss aller Listen sollten diese alle noch einmal aufgeführt werden. Die Listen mussten alle Bewohner der Mairie, gleich welchen Berufes, erfassen, ebenso die lebenden Vaterlandsverteidiger, die sich bei ihren Truppen befanden. Das Schema sah folgendermaßen aus: Verheiratete oder verwitwete Männer - verheiratete oder verwitwete Frauen - Knaben jeden Alters - Mädchen jeden Alters - lebende Vaterlandsverteidiger (nur Anzahl). die Listen sollten vor dem 30 fructidor an X (17. September 1802) fertiggestellt sein. Auch sie waren von den Maires bzw. Adjunkten zu unterschreiben und von den Munizipalräten zu billigen. Vor dem 10 vendémiaire des Jahres XI (2. Oktober 1802) mussten sie in der Präfektur vorliegen. 

Kanton Aachen, Arr. Aachen, Signatur 1660

Stadt Aachen, eingeteilt in die Sektionen A und B

Kanton Burtscheid, Signatur 1666

Mairien Burtscheid, Brand, Kornelimünster, Forst, Haaren, Laurensberg, Pannesheide, Richterich, Walheim, Weiden, Würselen

Kanton Düren, Signatur 1764

Mairien Arnoldsweiler, Binsfeld, Birgel, Birkesdorf, Düren, Echtz, Merken, Merzenich, Niederzier, Nörvenich, Ollesheim, Pier, Stockheim, Straß.

Kanton Eschweiler, Signatur 1679

Mairien Bardenberg, Broich, Büsbach, Dürwiß, Eschweiler, Gressenich, Heistern, Hoengen, Lamersdorf, Langerwehe, Nothberg, Stolberg, Weisweiler.

Kanton Froitzheim, Signatur 1684

Mairien Bergstein, Bürvenich, Drove, Froitzheim, Füssenich, Kelz, Nideggen, Sievernich, Wollersheim.

Kanton Geilenkirchen, Signatur 1688

Mairien Baesweiler, Birgden, Frelenberg, Gangelt, Geilenkirchen, Immendorf, Puffendorf, Randerath, Scherpenseel, Schümmerquartier, Teveren, Würm.

Kanton Gemünd, Signatur 1692

Mairien Bleibuir, Dreiborn, Eicks, Gemünd, Heimbach, Holzmülheim, Keldenich, Nöthen, Vussem, Wallenthal, Weyer.

Kanton Heinsberg, Signatur 1693, Bl. 259 - 268, Signatur 1695

Mairien Aphoven, Birgelen, Breberen, Braunsrath, Dremmen, Haaren, Heinsberg, Hilfrath, Herkenbosch, Karken, Kirchhoven, Myhl, Oberbruch, Ratheim, Waldfeucht, Waldenrath, Wassenberg.

Kanton Linnich, Signatur 1701 III

Mairien Aldenhoven, Barmen, Brachelen, Ederen, Freialdenhoven, Fronhoven, Gevenich, Inden, Kirchberg, Körrenzig, Koslar, Linnich, Setterich, Siersdorf.

Kanton Monschau, Signatur 1704 I

Mairien Dedenborn, Eicherscheid, Imgenbroich, Kalterherberg, Kesternich, Lammersdorf, Monschau, Roetgen, Rurberg, Schmidt, Simmerath.

Kanton Sittard, Signatur 1705 III

Mairien Born, Havert, Limbricht, Millen, Munstergeleen, Saeffelen, Sittard, Süsteren, Tüddern, Urmond, Wehr.

 


 

Die Bevölkerungslisten des Jahres 1806

Am 28. Januar 1806 erging folgender Beschluss des Präfekten des Roerdepartements (Recueil des actes . . . 1806 S. 319-323): Die Maires der Departements sollten innerhalb der ersten zwanzig Tage des Monats Februar eine Namensliste der Einwohner erstellen. Für jedes Dorf (village) oder jeden Weiler (hameau) sollte eine gesonderte Liste aufgestellt werden. Die Listen hatten alle Personen, die zur Zeit der Aufnahme in der Mairie wohnten, unabhängig von ihrem Alter und ihrem Stand zu erfassen, darüberhinaus die Kriegsfreiwilligen (enrôlés volontaires), die sich bei ihren Truppen befanden (nicht aber die Konskribierten bei ihren Truppen, da über sie andere Listen existierten, ausgenommen diejenigen, die sich noch zu Hause aufhielten). Das Schema sah folgendermaßen aus: Vorname und Nachnache von: Knaben - Mädchen - verheirateten Männern - verheirateten Frauen - Witwern - Witwen - Kriegsfreiwillige. Am Schluß war eine zahlenmäßige Zusammenfassung zu geben. Die Listen sollten vor dem 20. Februar ausgefüllt sein, von den Munizipalräten zwischen dem 20. und 23. Februar verifiziert werden und vor dem 30. den Unterpräfekten zugeschickt werden. Diese hatten sie vor dem 15. März an die Präfektur weiterzuleiten. Überliefert sind nur die Listen der Arrondissements Aachen.

Kanton Aachen, Sigantur 1662

Stadt Aachen

Kanton Burtscheid, Arr. Aachen, Signatur Nr. 1669, Hefte 1 - 11

Mairien - Heft:

  1. Brand (folio 2 - 14), beinhaltet Brand, Rollef, Freund, Niederforsbach
  2. Kornelimünster 
  3. Forst
  4. Haaren
  5. Laurensberg
  6. Pannesheide
  7. Richterich
  8. Walheim
  9. Weiden
  10. Würselen
  11. Burtscheid,
    Veröffentlichung in:
    ERDMANN, Claudia, Burtscheid zur französischen Zeit - mit Einwohnerlisten von 1806 und 1812, Aachen-Burtscheid 1997.

 


Die Bevölkerungslisten des Jahres 1812

Am 16. Juni 2823 erging auf Anordnung des Innenministers und nach Absprache mit dem Bischof von Aachen und den Präsidenten der Konsistorien sowie Einholung von gutachten des Steuerdirektors und des Direktors der vereinten Gefälle folgender Beschluss des Präfekten des Roerdepartements: (Recueil des actes . . . 1812 S. 145-148): Die Maires des Departements sollten innerhalb der nächsten zwei Monate eine Liste der Bevölkerung ihrer Mairie aufnehmen und in doppelter Ausfertigung an die Unterpräfekten einsenden. alle in der Mairie wohnenden Personen, auch  "Kontorschreiber" (commis), "Handwerksleute" (besser wohl: Arbeiter) (ouvriers), "Handwerksgesellen" (compagnons), "Lehrjungen" (apprentifs) und Dienstboten (domestiques) sollten, ihrem Geschlecht und Stand zufolge, namentlich unter angabe ihres alters, ihres Standes bzw. Berufes und ihrer Konfession auf die einschlägige Spalte gesetzt werden. Die bei den Armeen befindlichen Militärpersonen sollten ebenfalls angeführt werden. Die außer Haus geschickten Kinder sollten nicht unter ihrer Familie aufgeführt werden, sondern unter dem Haus, in dem sie sich aufhielten. Die Listen sollten getrennt nach Gemeinden (communes), Weilern (hameaux), Winkeln (écarts) und Höfen (fermes) angelegt werden, sofern diese nicht zum Hauptort (chef lieu) gehörten. Im einzelnen sah das Schema folgendermaßen aus: Nummer der Häuser - Name und Vorname des Haushaltsvorstandes sowie der Ehefrau, der Kinder un der in der Familie lebenden Personen - Angabe, ob verheirateter Mann oder Frau, verwitweter mann oder Frau, unverheirateter Mann oder Frau, Knabe oder Mädchen - Alter-Konfession - Beruf und Stand - Militärpersonen. Die in diesen Listen (Tabelle I) enthaltenen Angaben sollten des weiteren unter verschiedenen Gesichtspunkten aufgeschlüsselt werden: Tabelle II (Tableau par sexe et état dans la société) sollte nach den einzelnen communes und hameaux eine Zusammenfassung geben über Anzahl der Häuser - Anzahl der Feuerstätten -Anzahl der verheirateten Männer und Frauen - Anzahl der verwitweten Männer und Frauen - Anzahl der unverheirateten Männer und Frauen - Anzahl der Knaben und Mädchen - Gesamtseelenzahl - Militärpersonen. Tabelle III (Distinction par âge et par sexe des individus domiciliés dans la mairie) sollte nach den einzelnen communes und hameaux in einer Staffelung von jeweils fünf Jahren (1-10, 10-15, 15-20 etc.) eine Übersicht über die Altersstruktur, getrennt nach Geschlechtern, geben. Tabelle IV (Distinction des individus domiciliés dans la mairie par religion) sollte nach den einzelnen communes und hameaux, ebenfalls getrennt nach Geschlechtern, angeben, wie viele Personen katholisch, lutherisch, calvinistisch bzw. reformiert, jüdisch oder mennonitisch waren. Tabelle V (Distinction par professions) sollte nach den einzelnen communes und hameaux zusammengefasst, wiedergeben, wie viele Personen einen bestimmten in der Kopfleiste angegebenen Beruf ausübten.

In jedem Kanton sollte ein Revisionsausschuss, bestehend aus dem Präsidenten des Kantons (= der Kantonalversammlung), dem Maire des Hautportes, dem Friedensrichter, dem im Kantonshauptort residierenden geistlichen Oberen jeder Kirche, dem Steuerkontrolleur und dem Kontrolleur oder Empfänger der vereinten Gefälle, gebildet werden, der die Listen zu überprüfen hatte. Über die Verhandlungen der Ausschüsse war Protokoll zu führen. Die Unterpräfekten hatten aus den Kantonslisten eine Arrondissementsliste zu erstellen, die, nach den Mairien eingeteilt, nach den Kantonen aufgenommen und addiert werden sollte und die am Ende die oben genannten Tabellen aufweisen sollte. Zugleich mit der Erstellung dieser Bevölkerungslisten wurden die Maires aufgefordert, eine Art statistischer Beschreibung jeder Commune anzufertigen (Recueil des actes . . . 1812 S. 143 f.). Diese Beschreibungen sollten Angaben über Handel und Gewerbe, Berg- und Hüttenwerke, Mühlen, Ackerbau und andere Kulturen, die physische Konstitution der Einwohner (z.B. Hundertjährige in den Familien) sowie überhaupt alles Bemerkenswerte enthalten. In einigen Fällen finden sich diese Beschreibungen in die Bevölkerungslisten eingelegt.

 

1670) 1671) Kanton Burtscheid: Mairien Burtscheid, Brand (mit statistischer Beschreibung), Kornelimünster (mit einem Bericht über die Industrie in Kornelimünster), Forst (inkl. Eilendorf), Haaren, Laurensberg, Pannesheide, Richterich, Walheim, (mit Übersicht über die Industrie in Walheim), Weiden, Würselen.

Signatur  1671, Heft 1 - 11:

  1. Laurensberg
  2. Laurensberg (identisch zu 1)
  3. Pannesheide
  4. Pannesheide (identisch zu 3)
  5. Richterich
  6. Richterich (identisch zu 5)
  7. Walheim
  8. Walheim (identisch zu 7)
  9. Weiden
  10. Würselen
  11. Würselen (identisch zu 10)

 

Signatur  1670, Heft 1 - 10:

  1. Burtscheid
  2. Burtscheid (identisch zu 1)
  3. Brand
  4. Brand (identisch zu 3)
  5. Cornelimünster
  6. Cornelimünster (identisch zu 5)
  7. Forst
  8. Forst (identisch zu 7)
  9. Haaren
  10. Zusammenfassung des Kantons
 

veröffentlicht in:
ERDMANN, Claudia, Burtscheid zur französischen Zeit - mit Einwohnerlisten von 1806 und 1812, Aachen-Burtscheid 1997.

Aldenhoven

veröffentlicht in:
DOVERN, Willi, Bevölkerungsstand und Bevölkerungsbewegung in der Gemeinde Aldenhoven im Jahre 1812, Jülich 1992.

Linnich

veröffentlicht in:
WENDELS, Claudia, Die Bevölkerungs- und Sozialstruktur in der Bürgermeisterei Linnich auf der Grundlage des Einwohnerverzeichnisses von 1812, Jülich 1995.

 


weitere Veröffentlichungen auf der Basis von Bevölkerungslisten (mit Transkriptionen):

  • Günter Bers, Kaster an der Erft im Jahre 1799. Geschichte und Bevölkerungsstruktur einer ehemaligen jülichschen Amtsstadt im Jahr 1799. Jülich, 2001.
  • Horst Dinstühler, Die Bevölkerungsliste der Stadt Jülich vom Jahre 1812, Jülich, 2002.
  • Hermann-Josef Paulißen, Die Bevölkerung von Titz im Jahre 1812. Zur Personen-Struktur einer rheinischen Landgemeinde. Jülich, 1997.
  • Claudia Wendels, Jülich im Jahre 1799: Alt und jung, arm und reich, Männer, Frauen, Kinder, Jülich, 1998.
  • Claudia Wendels, Die rheinische Kreisstadt Jülich im Spiegel der Bevölkerungsliste von 1858, Jülich, 1998.
  • Claudia Wendels, Bergheim an der Erft im Jahre 1799: Händler, Handwerker und Tagelöhner,Jülich, 1999.

Alle vorgenannten Titel sind Veröffentlichungen der Joseph-Kuhl-Gesellschaft e.V.

weitere Veröffentlichungen auf der Basis von Bevölkerungslisten (ohne Transkriptionen):

 


Erstanlage: 11. März 2005

Bearbeitungsstand vom: 11. Januar 2007

 


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